Pressemitteilung vom 28.10.2008

Industrie: Potenzialförderung im Fokus

Eine aktuelle Studie zeigt, dass deutsche Produktionsbetriebe die Stärken ihrer Belegschaft besser nutzen wollen
München/Stuttgart, 28. Oktober 2008. Auch wenn sich durch Banken- und Finanzkrise derzeit weltweit die konjunkturelle Entwicklung eintrübt, ist die deutsche Wirtschaft weiterhin mit zunehmendem Fachkräftemangel konfrontiert. Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) muss jedes fünfte Unternehmen Aufträge absagen, weil nicht genügend Ingenieure zur Verfügung stehen. Produktionsbetriebe haben erkannt, dass sie sich auf die Potenziale innerhalb der eigenen Belegschaft besinnen müssen, wollen sie im globalen Wettbewerb bestehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der ATOSS Software AG und der DEKRA Akademie GmbH, die im Juli 2008 veröffentlicht wurde.
Im Rahmen der Studie „Digging for Diamonds – Verborgene Potenziale im Unternehmen heben“ wurden 272 HR- und Linienmanager deutscher Unternehmen befragt, rund die Hälfte davon aus der produzierenden Industrie. Ziel des Projektes war es herauszufinden, ob und wie sich Führungskräfte mit verborgenen Potenzialen in den eigenen Reihen auseinandersetzen. 89 Prozent der Interviewten sehen einen dringenden Bedarf, ungenutzte Potenziale im Unternehmen zu entdecken und zu fördern. Allerdings verfügen nur 53 Prozent der befragten Unternehmen über definierte Prozesse, mit denen mögliche Potenziale identifiziert und entwickelt werden können. Sind bereits Potenzialprogramme im Einsatz, richten sie sich überwiegend an Management, Personal, Vertrieb und Marketing sowie den kundennahen Service. Unternehmensbereiche wie Produktion, Logistik sowie Forschung & Entwicklung gehören sehr viel seltener zu den Zielgruppen. Das ist erstaunlich, denn gerade hier besteht Bedarf für die gezielte Potenzialförderung.

Bedarfsorientierter Personaleinsatz als Königsweg

Im Bereich Arbeitszeitorganisation ist die bedarfsorientierte Arbeitszeitgestaltung das wichtigste Instrument, um vorhandene Potenziale zu aktivieren. 94 Prozent der befragten Produktionsbetriebe halten die konsequente Ausrichtung der Arbeitszeiten am Auftragsaufkommen für wichtig, um die Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens langfristig zu steigern. Die Grundvoraussetzung für eine Synchronisation von Personaleinsatz und Arbeitsaufkommen ist die Flexibilisierung der Arbeitszeiten. 84 Prozent der HR- und Linienmanager aus der produzierenden Industrie nannten flexible Arbeitszeitmodelle als Mittel der Wahl, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Mit Hilfe geeigneter Modelle auf der Basis von Wochen-, Jahres- und Lebensarbeitszeitkonten verfügen Unternehmen über mehr Spielraum, Personal bedarfsgerecht und entsprechend ihrer Qualifikation einzusetzen. Auf diese Weise lassen sich teure Leerlaufzeiten und Überstunden deutlich reduzieren und Normalarbeitszeiten maximieren. Die Bereitschaft, in Software für Personaleinsatzplanung zu investieren, ist entsprechend groß. Ein Viertel der befragten Produktionsbetriebe plant die Einführung oder den Ausbau eines solchen Systems, bei den Dienstleistungsunternehmen nur 17 Prozent.

Leistungsschub durch Qualifizierung

Einen weiteren wichtigen Ansatzpunkt sehen die befragten Führungskräfte bei der Personalentwicklung. Die Mehrheit (85%) bewertet Qualifizierungsprogramme auf der Führungsebene als bedeutend, wenn es darum geht, die vorhandenen Potenziale innerhalb der Belegschaft zu fördern. 88 Prozent der Produktionsbetriebe sind außerdem der Meinung, dass Führungskräfte in punkto erwarteter Leistung und Verhalten Vorbild sein müssen, um die Stärken ihrer Mitarbeiter für das Unternehmen nutzbar zu machen. Trotz der großen Bedeutung einer gut ausgebildeten Belegschaft für den Unternehmenserfolg ist ein systematisches IT-gestütztes Qualifikationsmanagement noch nicht überall an der Tagesordnung. Lediglich 57 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über spezielle Software für diesen Zweck, weitere 23 Prozent wollen jedoch in entsprechende Systeme investieren.

Stille Reserven innerhalb der Belegschaft nutzen

Die HR- und Linienmanager der produzierenden Industrie sehen einen vergleichsweise großen Bedarf darin, Mitarbeitergruppen einzubinden, die nicht Vollzeit zur Verfügung stehen. Dazu gehören zum Beispiel ältere Beschäftigte oder berufstätige Eltern. Mehr als jedes zweite Produktionsunternehmen (56 Prozent) hält es für wichtig, Arbeitszeitmodelle zu entwickeln, die den Anforderungen ihrer älteren Mitarbeiter entsprechen. Diese Einsicht scheint sich jedoch bisher nicht auf die Praxis auszuwirken: Laut VDI ging der Anteil der beschäftigten Ingenieure, die das 50. Lebensjahr überschritten haben, in den vergangenen zwei Jahren kontinuierlich zurück. Auf Grund der demografischen Entwicklung kann sich kein Unternehmen ein solches Vorgehen mehr leisten. Es gilt, hochqualifizierte und erfahrene Mitarbeiter so lange wie möglich und in jeder Lebensphase im Unternehmen zu halten.

Bezugsmöglichkeiten

Bezugsmöglichkeiten Die Studie „Digging for Diamonds: Verborgene Potenziale im Unternehmen heben – Status Quo und Ausblick“ wurde im Juli 2008 veröffentlicht. Sie ist für 199,- € zzgl. MwSt. auf www.maisberger.com oder unter der Rufnummer 089-41 95 99-10 erhältlich. Ein kostenloses Management Summary gibt es auf www.atoss.com oder www.dekra.de/bestellung_diamonds.
Die Grafiken zur Studie stehen Ihnen hier zum Download bereit.

Unternehmensprofil ATOSS Software AG:

Unternehmensprofil DEKRA Akademie GmbH:

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Für weitere Informationen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Ihr Ansprechpartner: Elke Jäger, Am Moosfeld 3, 81829 München. Bei redaktionellen Rückfragen wenden Sie sich bitte an die ATOSS Pressestelle: Telefon +49.89.42771-0, Fax +49.89.42771-100,
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