Wie kann die Digitalisierung dabei helfen, die Arbeitswelt alternsgerecht zu gestalten?

Fachkräftemangel, schlecht ausgebildete Schulabgänger und der andauernde War for Talents erhitzen die Gemüter und zermürben die Unternehmen. Ein wichtiger Aspekt wird bei all den Diskussionen oft vergessen: Es geht schon lange nicht mehr nur darum, die jungen Generationen Y und Z in das Arbeitsleben einzubinden. Es sind die Baby-Boomer aus den geburtenstarken Jahrgängen von 1956 bis 1965 und die nachfolgende Generation X, die den Großteil der heute zur Verfügung stehenden Arbeitskraft ausmachen. Es sind auch diejenigen, die das so wichtige Erfahrungswissen mitbringen, das letztlich auf lebenslangem Lernen basiert. Diese demografische Wahrheit gilt für die meisten europäischen Länder.

Flexible Arbeitszeiten als Köder im War for Experience  

Vor allem in Hinblick auf das steigende Rentenalter sollten sich Unternehmen also Strategien überlegen, wie sie in diesem ertragreichen Pool für Arbeitskräfte erfolgreich fischen können. Im Grunde ist auch für die Best Ager unter den Arbeitnehmern die Arbeitszeitflexibilisierung (JETZT KOSTENLOSE CHECKLISTE HERUNTERLADEN) das Gebot der Stunde! In Zeiten der „Kopfarbeit“ streben viele hochqualifizierte Fachkräfte ab einer gewissen Lebensphase ein Teilzeitmodell, ein Sabbatical oder sogar eine freiberufliche und damit zeitlich flexiblere Beratungstätigkeit an. Agile Arbeitszeiten sind also auch für gut bezahlte, erfahrene Mitarbeiter ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach dem richtigen Arbeitgeber. Studien zeigen, dass gerade die „Kopfarbeiter“ mit anspruchsvollen Aufgaben produktiver sind, wenn regelmäßige und auch längere Denkpausen möglich sind. Denkarbeit ist eben keine Fließbandarbeit. Das wussten wir eigentlich schon, bevor der berufliche Stress, an dessen Ende das Burnout bzw. andere psychische Erkrankungen stehen, gesellschaftsfähig wurde. Und auch die körperliche Arbeit im Shopfloor, in der Dienstleistung oder im Handwerk muss durch alternsgerechte Arbeitsplätze bzw. -abläufe und flexible Arbeitszeiten so gestaltet sein, dass sie die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht in Mitleidenschaft zieht.     

Lösungsansatz professionelles Workforce Management

Digitales Workforce Management kann in vielerlei Hinsicht dazu beitragen, dass Arbeitszeiten nicht nur zum Vorteil der Unternehmen, sondern auch zum Wohle von Mitarbeitern und zum Erhalt ihrer Leistungsfähigkeit gestaltet werden.
 

  1. Eine systemgestützte Personaleinsatzplanung unterstützt flexible und lebensphasenorientierte Arbeitszeiten.
  2. Digitales Workforce Management erleichtert die Umsetzung von kreativen, altersgerechten Arbeitszeitmodellen.
  3. Langfristige Zeitkonten wie Lebensarbeitszeitkonten können über Systeme eingerichtet und verwaltet werden.  
  4. Eine digitale Schichtplanung ermöglicht die Ausrichtung von Schichtabfolgen, Zusatzschichten und Pausen nach arbeitsergonomischen Kriterien.
  5. Auswertungen von Fehlzeiten ermöglichen die Optimierung von Arbeitsplätzen nach gesundheitlichen Gesichtspunkten.
  6. Self Services, Tauschbörsen und Wunschdienstpläne ermöglichen Mitarbeitern die Mitgestaltung ihrer Arbeitszeiten und fördern die Motivation bei allen Altersgruppen.
     

Der Human Factor

Die Digitalisierung von Arbeitszeitmanagement und Personaleinsatzplanung dient also nicht nur der Produktivität des Unternehmens, sondern auch der Leistungsfähigkeit und Work-Life-Balance der Arbeitnehmer. Das kommt auch den älteren Generationen entgegen. Langfristig gedacht, wird es nur unter Einbindung von „Experienced Employees“ möglich sein, eine florierende Wirtschaft, einen funktionierenden Sozialstaat und eine produktive Wissensgesellschaft aufrechtzuerhalten. Warum also nicht die positiven Seiten der Technologie nutzen, um die Menschlichkeit der Arbeitswelt zu fördern? Fortschritt und Forschung hatten es schließlich schon immer zum Ziel, das Leben der Menschen zu erleichtern.

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Über den Autor

Sabine Eriyo

Sprachenliebhaber, Kommunikationsass und Menschenfreund: Sabine ist leidenschaftliche Texterin und Kommunikatorin, sowohl privat als auch für Themen, die die Arbeitswelt bewegen. Als überzeugte Geisteswissenschaftlerin auch gerne schöngeistig und philosophisch unterwegs.

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