Was Sie von mobile Workers über die Leistungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiter lernen können

Handy, Smartpad und Laptop, mehr braucht es heutzutage kaum noch, um effektiv arbeiten zu können. Mobiles Arbeiten ist in Deutschland auf dem Vormarsch, manch Bewerber macht Home Office gar zu einem Ausschlusskriterium im Bewerbungsprozess. Laut der Studie Arbeiten in Deutschland des Institute of Labour Economics (IZA) stieg der Zahl derer, die einen Teil ihrer Arbeit im Home Office oder mobil erledigen, im letzten Jahr von 32 auf 38 Prozent. Fast jeder vierte Arbeitnehmer ist also räumlich nicht an seinen Arbeitgeber gebunden, sei es vollumfänglich, nur an einigen Tagen in der Woche oder in Ausnahmefällen.

Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen

Aber wer sind diese Arbeitskräfte? Und leisten Sie am Ende vielleicht sogar mehr als diejenigen, die tagtäglich mit Auto, Fahrrad oder Bahn ins Büro pendeln? Mobilarbeiter sind vor allem Wissensarbeiter. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit sind bei ihnen fließend, ihre Arbeitsleistung ist nicht mehr an einen festen Arbeitsort oder eine bestimmte Zeit gekoppelt. Meist geht das Hand in Hand mit flexiblen Arbeitszeitmodellen wie beispielsweise Vertrauensarbeitszeit. Es kommt nicht mehr darauf an, wann und wo eine Arbeit erledigt wird, sondern ob und wie sie erledigt wird. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.

Es kommt nicht mehr darauf an, wann und wo eine Arbeit erledigt wird.

Mobile Workers arbeiten länger

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) tauft in seiner Studie Mobiles Arbeiten in Deutschland und Europa diese Gruppe der besonders mobilen und flexiblen Beschäftigten „mobile Computerarbeiter“. Zu ihnen zählen vor allem Führungskräfte und Beschäftigte in akademischen Berufen. Genau diese Gruppe arbeitet auch besonders häufig selbstorganisiert in flexiblen Arbeitszeitmodellen – und häufig in Arbeitstagen über zehn Stunden. Ja, mobile Computerarbeiter arbeiten mehr als ihre bürobasierten Kollegen.

Flexible Arbeitsmodelle machen zufriedener

Aus der Studie geht jedoch auch hervor, dass die Zufriedenheit dieser Mitarbeiter bezüglich ihrer Arbeit trotzdem hoch ist. Warum? "Das Interessante ist, dass diese Menschen dafür mehr Autonomie haben, das heißt, sie haben mehr Souveränität zu entscheiden: Wie arbeite ich, wann arbeite ich, was arbeite ich", so Studienautor Oliver Stettes. Flexible Arbeitsmodelle und Autonomie tragen also zu mehr Selbstbestimmung der Mitarbeiter bei, was wiederum ihre Zufriedenheit erhöht. Beste Aussichten für Unternehmen, die schon jetzt ein flexibles Arbeitszeitmanagement anbieten.

Mehr Flexibilität für alle!

Natürlich können nicht alle Arbeitnehmer unabhängig von Ort und Zeit eingesetzt werden. Besonders im produzierenden Gewerbe, im Handel und in der Logistik kommt es ganz wesentlich darauf an, passend qualifizierte Mitarbeiter zur richtigen Zeit am richtigen Arbeitsplatz einzusetzen. Aber auch hier ist mehr Selbstbestimmung jenseits von starrer Schichtplanung oder Dienstplanung möglich. Eine lohnenswerte Methode ist es, wenn Mitarbeiter individuelle Arbeitszeit- und Schichtwünsche einreichen können, die in der Planung berücksichtigt werden - großer Gewinn für die Belegschaft und ein Zeichen der Wertschätzung seitens des Unternehmens. Gleiches gilt für Tauschbörsen und Verfügbarkeiten, falls mal eine private Verpflichtung mit dem Schichtplan kollidiert. So wird die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben auch für Mitarbeiter im Schichtbetrieb verbessert.

Erleichtert werden diese Maßnahmen für mehr Mitarbeiterselbstbestimmung durch Self Service Tools und mobile Apps. Egal für welche Form sich Unternehmen entscheiden, die Voraussetzung dafür ist eine leistungsfähige Workforce Management Software. Denn mit einer manuellen Planung lässt sich die durch zahlreiche Parameter wie Gesetze, Tarife, Betriebsvereinbarungen, Qualifikationen, Arbeitszeitkonten oder individuelle Wünsche entstehende Komplexität nur schwer abbilden und fehlerfrei in die Praxis umsetzen.  

die Mitarbeiterzufriedenheit steigern

Sie denken darüber nach, in Ihrem Unternehmen innovative Arbeitszeitmodelle einzuführen, die Ihren Mitarbeitern und Ihrem Unternehmen mehr Freiraum rund um die Arbeitszeit bieten? Dann sind Sie auf dem besten Weg, ein attraktiverer Arbeitgeber zu werden. Eine solche Flexibilität muss allerdings gemanagt werden.

 

Sie wollen mehr erfahren? Dann laden Sie sich hier unsere Checkliste herunter und schauen Sie, wie Sie Arbeitszeiten flexibilisieren können.

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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