Selbstbestimmung macht Mitarbeiter zufriedener

Die heutige Arbeitswelt ist ein ständiger Wettlauf. Sie wird immer dynamischer, vielfältiger und anspruchsvoller. Die Folge daraus: mehr Leistungsdruck für die Arbeitnehmer. Arbeitszeiten werden länger, Erholungsphasen kürzer. Wird kein Ausgleich geschaffen, steigen die Krankheitsquoten. Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fielen im Jahr 2016 durch Arbeitsunfähigkeit in Deutschland rund 675 Millionen Erwerbstage aus. Daraus ergab sich ein Verlust an Bruttowertschöpfung durch Arbeitsunfähigkeit von rund 133 Milliarden Euro. Der Produktionsausfall durch Arbeitsunfähigkeit je Arbeitnehmer lag bei 1.912 Euro.

Eine gewaltige Summe! Work-Life-Balance und ein bewusster Umgang mit der Arbeitszeit gewinnen eine völlig neue Dimension. Hier sind Unternehmen gefordert.

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Die Konsequenzen von Arbeitsunfähigkeit für das Jahr 2016, Quelle: BAUA

 

Eigenverantwortung statt Top-Down-Planung

Schafft ein Unternehmen für seine Mitarbeiter Rahmenbedingungen, die motivierend wirken, sinkt als Konsequenz auch der Krankenstand. Dazu gehören beispielsweise Arbeitszeiten, die verlässlich, fair und für den Mitarbeiter nachvollziehbar sind. Denn wenn sich die Belegschaft mit dem Unternehmen und dessen Zielen identifizieren kann, bringt sie mehr Freude und Energie in die zu leistende Arbeit ein. Deshalb ist Transparenz nötig – in Bezug auf Unternehmensziele und die Arbeitszeitgestaltung. Fühlen sich Mitarbeiter hingegen nicht wertgeschätzt, bei der Dienstplanung benachteiligt oder gar übergangen, sinkt die Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

„Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße“

Arbeitnehmer wollen heute ein Mitspracherecht bei den Arbeitszeiten. Reiner Hoffmann vom Deutschen Gewerkschaftsbund bringt es auf den Punkt: „Die Flexibilisierung der Arbeitszeit ist keine Einbahnstraße. Dauer und Lage der Arbeitszeiten dürfen nicht vorrangig an Kundenanforderungen und Marktschwankungen ausgerichtet werden, sondern müssen flexibel an Bedürfnisse und Lebenslagen der arbeitenden Menschen angepasst werden.“ Und das funktioniert nur über mehr Transparenz und eine stärkere Integration der Mitarbeiter in das Arbeitszeitmanagement.

Von attraktiven Arbeitsbedingungen profitieren alle

Ein Workforce Management System mit einem intuitiven Self Service Tool und mitarbeiterorientierten Funktionalitäten kann das leisten. Schnelle Informationen zu geplanten Diensten und zum Stand des Arbeitszeitkontos, die Möglichkeit eigenverantwortlich Schichten mit Kollegen zu tauschen oder digital Wünsche zu äußern, dazu einfache Genehmigungsprozesse ohne lange Wartezeiten und Rückfrageschleifen schaffen attraktive Arbeitsbedingungen. Die Mitarbeiter sind zufriedener, in der Folge weniger krank und übernehmen automatisch mehr Verantwortung rund um die Arbeitszeit. Die Produktivität im Unternehmen steigt. Alle profitieren – eine echte Win-Win Situation.

Der Wettlauf in den immer dynamischer werdenden Märkten wird vom alltäglichen Sprint zum gemütlichen Sonntagnachmittagsspaziergang.

 

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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