Fünf Tipps, wie Unternehmen garantiert am Markt vorbei operieren

Kennen Sie diesen einen ganz bestimmten Satz? Ja, Sie haben Ihn bestimmt schon einmal gehört. Sei es am Stammtisch um die Ecke, von ihrem Vorgesetzten, im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft. Moment, jetzt kommt er. „Das haben wir schon immer so gemacht und deshalb bleibt das auch so.“ In vielen Unternehmen ist dieses Mantra täglich gelebte Realität. Warum auch nicht? Es wurde ja schon immer so gemacht und daher muss es irgendwie ja auch gut sein. Von flexiblen Arbeitszeitmodellen haben Sie mal gehört, aber in Zeiten von Fake News und manipulativen Medien weiß man ja kaum noch, was man glauben soll. Deswegen besser nichts ändern, es könnte ja schiefgehen. Ok, dann kommen hier, angelehnt an diese These, die fünf angekündigten Tipps.

Tipp 1: Halten Sie an Ihrem alten Schichtsystem fest

Seit Jahrzehnten hat sich Ihr Schichtsystem bewährt, warum sollten Sie es also anpassen? Es ist doch auch für die Mitarbeiter von Vorteil, wenn sie wissen, wie sie übernächstes Jahr am 23. März arbeiten müssen. Außerdem ist ein stabiler und wöchentlich wechselnder Schichtzyklus über mehrere Jahre auch von Vorteil – der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier. Und wenn der Bedarf mal nicht so hoch ist, dann werden Schichten eben kurzfristig abgesagt. So viel Spontanität kann man von seinen Mitarbeitern ja wohl erwarten!

Tipp 2: Planen Sie so wenig wie möglich, nutzen Sie Ihr Bauchgefühl

Natürlich, Sie haben ja ein bewährtes System, alle Schichten sind abgedeckt, also wird der Betrieb schon laufen. Naja und wie gesagt, falls dann doch mal ein Auftrag verloren geht oder ein neuer ins Haus flattert, dann müssen die Mitarbeiter eben flexibel sein. Das zeugt ja auch von Mitarbeitern, die sich mit dem Unternehmen identifizieren. Außerdem sind Erfahrungswerte sowieso viel besser als irgendwelche Computer-Prognosen.

Tipp 3: Delegieren Sie immer von oben herab

Ihre Mitarbeiter müssen wissen, dass sie sich auf Sie verlassen können, auch beim Thema Personaleinsatzplanung. Und wer könnte besser wissen wie gearbeitet werden muss als Sie oder der verantwortliche Planer, der seinen Job ja schon jahrelang macht? Daher beziehen Sie Ihre Mitarbeiter auf keinen Fall in die Planung ein. Top-Down und Erfahrung sind das Gebot der Stunde, Erfahrung schafft Vertrauen. Und: Das Privatleben muss Ihre Belegschaft eben an zweiter Stelle stellen. Man muss nun einmal Prioritäten setzen.

Tipp 4: Lassen Sie die Finger von Springerpools

Ein Pool gehört in den Garten, da haben Sie Recht. Und sollte einmal doch zu wenig Personal vorhanden sein, dann ist das nun einmal so. Motivieren Sie Ihre verbleibende Belegschaft zu Überstunden – wer lässt sich durch einen netten Zusatzverdienst oder zusätzliche freie Tage denn nicht dafür begeistern?

Tipp 5: Vermeiden Sie unnötige Komplexität

Warum muss alles immer kompliziert sein? Vermeiden Sie deshalb zu viele verschiedene Arbeitszeitmodelle. Wo kommen wir denn hin, wenn so etwas wie alternsgerechtes Arbeiten eingeführt wird? Lassen Sie auch unbedingt die Finger von Teilzeit. Früher hat es ja auch funktioniert, dass Vollzeit und Familie unter einen Hut gepasst haben. Und solche hippen Erfindungen wie Jahresarbeitszeitkonto oder Lebensarbeitszeit sind ja eh nur Modeerscheinungen. Vergessen Sie das also ganz schnell, das wird sich nicht durchsetzen. Zumal: Komplexe und flexible Arbeitszeitmodelle brauchen eine bedarfsorientierte, IT-gestützte Planung. Wir haben ja aber gelernt, dass so wenig wie möglich geplant werden sollte. Denn das haben Sie ja schon immer so gemacht, richtig? Sie erkennen den roten Faden?

 

Nach so viel Satire wird es Zeit, wieder ernst zu werden. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie in Zeiten moderner Arbeitswelten bedarfsgerecht und mitarbeiterorientiert planen, agieren und wirtschaften können, dann schauen Sie auf unserer Website atoss.com vorbei oder laden Sie sich hier direkt unsere Checklisten herunter. Mit professionellem Workforce Management sind sie garantiert immer am Puls der Zeit.

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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