Digitalisierung im Mittelstand: Wo steht der Handel in Zukunft?

In unserer kleinen Serie zur Digitalisierung im deutschen Mittelstand blicken wir heute auf eine der Kernbranchen unserer Wirtschaft. Dabei wollen wir die Frage klären, ob mittelständische Unternehmen im Handel hinsichtlich der Digitalisierung gut aufgestellt sind. Wie ist der Status quo und wo sind noch Potentiale, die ausgeschöpft werden können? Wo steuert der Handel in den nächsten Jahren hin? Wird der stationäre Handel immer mehr verdrängt? Kaufen wir bald nur noch online? Der folgende Beitrag gibt Aufschluss. 

Wohin entwickelt sich der Handel?

Dafür betrachten wir zunächst die Studie Trends im Handel, die gemeinsam von EHI, HDE, Kantar TNS und KPMG durchgeführt wurde. Sie nimmt die wichtigsten Entwicklungen der Branche genau unter die Lupe und zeigt den konkreten Ausblick, wie es um den Handel, online und offline, im Jahr 2025 bestellt sein wird. 

Werden Onlineeinkäufe zunehmen? Laut der Studie sind die Zahlen tatsächlich nicht so hoch, wie man zunächst annehmen möchte. „In allen untersuchten Branchen (Lebensmittel/Getränke, Textilien/Schuhe, Drogerie-/Parfümerieartikel, Baumarktartikel, Elektrogeräte, Möbel/Einrichtung/Dekoration) rechnen die Befragten mit Wachstumsraten zwischen 4 und 9 Prozent“, so heißt es in dem Papier. Weiterführend werden zwei Thesen aufgestellt:
 

  1. Der stationäre Handel wird in allen untersuchten Branchen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. 
  2. Im Vergleich zu den bisherigen hohen Wachstumsraten scheint die Steigerung bei Onlinekäufen – zumindest aus Konsumentensicht – in den Wirtschaftssektoren, die im Rahmen dieser Studie betrachtet wurden, in den nächsten Jahren etwas moderater auszufallen. 
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Der Kunde muss im Fokus stehen

Wenn der stationäre Handel also weiterhin eine wichtige Rolle spielen soll, ist es von entscheidender Bedeutung, den Kunden in den Fokus zu stellen. Denn die Möglichkeit, direkt und persönlich im Laden einkaufen zu können, „ist für drei Viertel der Konsumenten auch in Zukunft wichtig“. Es muss also heißen: Service am Kunden ist das oberste Gebot. Und um das zu erreichen, muss das Personal optimal eingesetzt werden, damit auf der Fläche passend zum Kundenaufkommen der beste Service geboten werden kann. 

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Punktgenauer Personaleinsatz ist ein Muss

Heute erwarten Kunden, die einen Laden betreten, eine qualitativ hochwertige Beratung, um die Entscheidung zum Kauf effektiv zu unterstützen. Sind zu hochfrequenten Zeiten viele potentielle Käufer im Geschäft, jedoch nicht genügend Verkaufsmitarbeiter auf der Fläche, kann der angestrebte Service Level nicht gehalten werden. Das andere Extrem: Zu viele Mitarbeiter im Geschäft, während nur wenige Kunden vor Ort sind. Zwar kann jetzt der geforderte Service angeboten werden, er wird aber nicht gebraucht. Es entstehen unproduktive Arbeitszeiten und dadurch unnötige Personalkosten. Beides ist für Unternehmen unwirtschaftlich. Die gute Nachricht. Das kann mit einer software-gestützten und bedarfsoptimierten Personaleinsatzplanung vermieden werden. Intelligentes Workforce Management ist das Mittel zum Zweck. 

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Kundenoptimierte Arbeitszeiten sichern Service und Umsatz

Denn ein professionelles System analysiert im Vorfeld der Personaldisposition unternehmensspezifische Bedarfstreiber aus der Vergangenheit – das können Kundenfrequenzen, Umsatzdaten, Bongrößen oder Bonanzahl sein. Außerdem werden Sonderaktionen und sogar Wetterdaten in der Einsatzplanung berücksichtigt. Der daraus resultierende Forecast ermittelt, an welchem Tag und zu welcher Stunde mit wie vielen Kunden gerechnet werden kann und wie viele Mitarbeiter notwendig sind, um den besten Service zu bieten. Personalkapazitäten können bedarfs- und kundenorientiert so geplant werden, dass nicht nur Konversionsrate und Umsatz steigen, sondern auch die Zufriedenheit der Kunden. Wer wie früher noch mit Bauchgefühl und Tabellenkalkulation plant, verliert diese garantiert und infolgedessen auch Geld.

Wie digital sind Handelsunternehmen heute?

Doch wie sind Handelsunternehmen aktuell aufgestellt hinsichtlich der Digitalisierung? Im Digitalisierungsindex 2018, erstellt von techconsult im Auftrag der Deutschen Telekom, bekommt die Branche 50 von 100 Punkten. Damit liegt der Handel zwar fünf Punkte unter dem Durchschnitt aller Branchen, jedoch ist die Entwicklung durchaus positiv anzusehen: „Bei 41 Prozent der Handelsunternehmen übersteigt der Nutzen der Digitalisierung schon jetzt die Aufwendungen. Bei ihnen haben sich die Investitionskosten amortisiert. Bei den Digital Leadern, bei denen die Transformation besonders weit fortgeschritten ist, sprechen schon 7 Prozent von einem digitalen Mehrwert“, so der Digitalisierungsindex.

 

Digitales Workforce Management trägt dazu bei, dass Sie in Ihrem Unternehmen messbaren Mehrwert schaffen können. Wir helfen Ihnen gerne dabei. Schauen Sie sich dazu gerne auf unserer Website um.
 

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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