Arbeit 4.0: So kann Workforce Management in der Produktion helfen

Digitalisierung ist in aller Munde – ein (Mega-)Trend, der in erster Linie mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Logistikprozessen verbunden wird und der immer schnellere Veränderungen für die sich digitalisierende Arbeitswelt mit sich bringt. Produktionsunternehmen müssen heutzutage auf Markt- und Kundenanforderungen schnell und wirtschaftlich reagieren können, denn der Erfolg in volatilen Märkten steht und fällt mit der Reaktionsgeschwindigkeit eines Betriebs. Die zunehmende Individualisierung der Fertigung –  bis hin zu Produktion mit Losgröße eins wie in Testreihen bei Audi oder Bosch – wirkt sich ganz wesentlich auf die Produktionsplanung und natürlich auch auf den operativen Personalbedarf eines Unternehmens aus.

Personalprozesse dürfen keine Bremse sein

Eine hohe Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung ist heute in nahezu allen Branchen erfolgskritisch. Denn Personalprozesse dürfen im Zeitalter von Industrie 4.0 nicht als Bremse wirken. Sie müssen vielmehr die nötige Agilität bieten und eine bedarfs-  und idealerweise gleichzeitig mitarbeiterorientierte Personaleinsatzplanung gewährleisten. In diesem Kontext ist es kaum zu glauben, dass heute immer noch mehr als zwei Drittel der Unternehmen ihr Personal old school planen – nämlich über Excel oder auf Papier mit einem Schuss Bauchgefühl, während die Produktionsplanung oftmals schon voll digitalisiert und automatisiert abläuft.

Unser Kunde thyssenkrupp Packaging Steel, Quelle: ATOSS Software AG

Wie passt eine digitale Fabrik mit traditionellen Plantafeln zusammen?

Fakt ist: auf volatile Auftragslagen und schwankende Losgrößen muss die Personalplanung mit der nötigen Agilität reagieren und hochflexible Personalprozesse zu optimierten Kosten gewährleisten. Dies führt durch die Einbeziehung von Gesetzen, Tarifen, Betriebsvereinbarungen und individuellen Faktoren wie Qualifikationen, Präferenzen oder Arbeitszeitkonten zu einer hohen Komplexität des Planungsprozesses. Diese gestiegenen Anforderungen lassen sich über einfache manuelle Planungstools ganz einfach nicht mehr professionell managen. Und eines ist sicher: Auf Dauer darf der Mitarbeiter als wichtigste Ressource eines Unternehmens nicht aus dem Digitalisierungsprozess ausgeklammert bleiben.

WELCHE ROLLE SPIELT DER MENSCH?

Im produzierenden Gewerbe steigt der Flexibilisierungsdruck rund ums Personal konstant. Gleichzeitig zwingen Fachkräftemangel und Demografie die Unternehmen, ihre Attraktivität als Arbeitgeber auszubauen und innovative Arbeitszeitkonzepte einzuführen. Immer wichtiger wird in diesem Zusammenhang ein Employer Branding, das komplexe Mitarbeitergemeinschaften mit vielfältigen Lebensentwürfen und altersspezifischen Anforderungen anzusprechen vermag. Flexible Arbeitszeitmodelle bedeuten für Mitarbeiter mehr Raum für Selbstbestimmung und eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben. Für Unternehmen erhöhen sie langfristig die Effizienz und Produktivität der verfügbaren Arbeitskraft und ermöglichen eine schnelle Reaktionsfähigkeit in der Tagessteuerung.

„Atmende“ Produktion dank digitalem Workforce Management

Der Schlüssel liegt in einem professionellen, IT-gestützten Workforce Management, das den Personaleinsatz intelligent mit der Produktionsplanung vernetzt und Unternehmen dabei unterstützt, gestiegene Planungskomplexität zu bewältigen. Für eine Fabrik, die atmen kann. Strategisch ermöglicht es die Umsetzung von bedarfs- und mitarbeiterorientierten Arbeitszeitkonzepten und eine zukunftsfähige Gestaltung der Arbeitswelt zum Vorteil von Unternehmen und Mitarbeitern. Kurz: Moderne Produktion kommt ohne flexible Personalkonzepte nicht aus – und Arbeit 4.0 braucht ebenso moderne Steuerungswerkzeuge wie die digitale Fabrik. Denn: ein intelligenter Produktionsroboter arbeitet wohl kaum mit der Schiefertafel.

 

Unternehmen wie thyssenkrupp Packaging Steel profitieren bereits von effektivem Workforce Management. Sie wollen noch weitere Beispiele? Dann laden Sie sich einfach hier unsere Praxisbeispiele herunter. 

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Über den Autor

Ginesh Koottakara

Er leitet das Team Manufacturing bei der ATOSS Software AG und betreut Unternehmen wie thyssenkrupp Packaging Steel und Nordzucker zum Thema „optimaler Personaleinsatz“.

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