260.000 Beschäftigte der IG Metall entscheiden sich für mehr Urlaub statt für mehr Geld

Money, Money, Money…Abba hat es getan. Die Prinzen haben es getan. Und auch Falco hat einen Song über das liebe Geld geschrieben. Doch egal, ob Zaster, Knete oder Moneten, Geld ist manchmal nicht alles im Leben. Das hat eine Erhebung der IG Metall vom 21. Januar 2019 ergeben. Seit den letzten Tarifabschlüssen im Jahr 2018 haben Beschäftigte, die Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder Schicht arbeiten die Option statt eines Gehaltszuschlages von 27,5 Prozent lieber acht zusätzliche freie Tage in Anspruch zu nehmen. Und dieses Angebot wird tatsächlich wahrgenommen.

Mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit

Insgesamt haben sich 260.000 Arbeitsnehmer für dieses Modell entschieden. In 93 Prozent aller Fälle wird die zusätzliche Freizeit auch gewährt, so die IG Metall. "Dass diese Tarifregelung so von den Beschäftigten angenommen wird, zeigt, was Tarifpolitik gesellschaftlich bewegen kann", meint Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall. "Mit dem Tarifergebnis haben wir mehr Selbstbestimmung bei der Arbeitszeit durchgesetzt und damit ganz konkret die persönliche Lebenssituation für Tausende verbessert."

Die Zahlen zeigen, dass Arbeitnehmer Möglichkeiten zur Arbeitszeitflexibilisierung und für eine höhere Work-Life-Balance wollen. Arbeitgeber und vielleicht auch Gewerkschaften sollten sich ein Beispiel daran nehmen. Gleichzeitig bedeutet mehr Urlaub allerdings auch eine erhöhte Komplexität in der Personaleinsatzplanung. Es muss noch langfristiger und unter Berücksichtigung von Bedarfen disponiert werden, um nicht an Produktivität zu verlieren. Digitales Workforce Management ist das perfekte Hilfsmittel.

IG Metall investiert in die Digitalisierung

Die IG Metall hat verstanden, dass die modernen Märkte nur mit zukunftsfähigen Arbeitswelten zu meistern sind. Im Jahr 2019 will die Gewerkschaft die digitale Transformation in den Fabriken und Büros vorantreiben und im Interesse der Beschäftigten gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt soll das Thema Künstliche Intelligenz sein. Ziele der IG Metall sind eine realistische Folgenabschätzung, eine breite Qualifizierungsoffensive und gute Betriebsvereinbarungen für neue Arbeitsformen. "Die Profite der Digitalisierung müssen in gute Arbeit investiert werden. Denn wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft in Digitalisierungsgewinner und Verlierer gespalten wird", macht Hofmann klar. "Dazu brauchen wir ein Recht auf Weiterbildung für alle, eine faire Verteilung des Arbeitsvolumens und selbstbestimmte Arbeitszeiten."

 

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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