So steht es um die Digitalisierung in mittelständischen Produktionsunternehmen

Was hat Benjamin Franklin mir der Digitalisierung zu tun? Er hat den Blitzableiter erfunden. Er hat die erste Feuerwehr der USA etabliert. Und er hat zur Gründung der US-amerikanischen Nation beigetragen. Aber Digitalisierung? Nun, er hat einst ein Zitat geprägt, das auch heute noch so aktuell wie eh und je ist. Franklin sagte so etwas wie: „Wer beim Planen versagt, der plant sein Versagen“. Das lässt sich wohl eins zu eins auf unsere heutige Zeit übertragen. Sowohl auf das große Ganze, die Digitalisierung, als auch auf das Workforce Management. Kurzum: Planung ist das A und O.
 

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Dann wollen wir mal schauen, wie die Produktionsbranche es mit Benjamin Franklin hält. In unserer kleinen Serie zur Digitalisierung im deutschen Mittelstand blicken wir heute auf eine der Kernbranchen unserer Wirtschaft. Dabei wollen wir die Frage klären, ob mittelständische Unternehmen in der Industrie hinsichtlich der Digitalisierung gut gerüstet sind, ob sie eine gute Strategie oder einen guten Fahrplan entwickelt haben. Wie ist der Status quo und wo sind eventuell noch Potentiale, die ausgeschöpft werden können hinsichtlich digitaler Projekte oder Geschäftsmodelle? Oder um auf Franklin zurückzukommen: Wie digital wird hier tatsächlich geplant?

So fortgeschritten ist die Digitalisierung in der Produktion

Im großen Digitalisierungsindex von techconsult, erstellt im Auftrag der Deutschen Telekom, schneidet die Industriebranche mit 58 von 100 Indexpunkten gar nicht mal so schlecht ab. Sie liegt drei Punkte über dem Durchschnitt. In der Produktion findet sich laut der Studie kaum noch ein Unternehmen, das sich noch nicht mit der digitalen Transformation befasst hat. „Ob Cloud-Computing, Industrie 4.0-Lösungen, Big Data oder Machine Learning: Viele mittelständische Unternehmen der Industrie beschäftigen sich längst mit digitalen Technologien und setzen sie bereits ein“, heißt es in dem Studienpapier zu Digitalisierung. Fast die Hälfte aller befragten Mittelständler (47 Prozent) haben die Digitalisierung gar in ihrer Geschäftsstrategie verankert – vier Prozent mehr als noch im letzten Jahr. Bei Unternehmen ab 50 Mitarbeitern liegt dieser Wert sogar schon bei 54 Prozent.

Fast die Hälfte aller Unternehmen haben die Digitalisierung in ihrer Geschäftsstrategie verankert

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Darum lohnt sich die Investition in die Digitalisierung

Warum steigt der Wert? Die Studie gibt darauf eine klare und kurze Antwort: „Die Befragten wissen, dass sich die Investition in die digitale Zukunft lohnt. Bei 39 Prozent der Unternehmen übersteigt der Nutzen der Digitalisierungsmaßnahmen die entstandenen Kosten“. Die Gründe für Digitalisierungsvorhaben und Veränderungen sind hierbei unterschiedlich. Zwei große Themenfelder sind die Verbesserung der IT-Sicherheit und des Datenschutzes sowie die Erhöhung der Produktivität im Unternehmen. Ein Beispiel gesteigerter Produktivität findet sich beim Thema Cloud-Lösungen: „79 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Lösungen einsetzen, steigern dadurch die Verfügbarkeit und Performance ihrer IT“, so der Digitalisierungsindex.

Reorganisation von Workflows durch digitalen Wandel

Nehmen wir uns den KfW-Digitalisierungsbericht 2018 vor, so steht neben der Erneuerung von IT-Strukturen und der Etablierung und Implementierung neuer Anwendungen (53 Prozent) die Reorganisation von Workflows im Fokus von Digitalisierungsvorhaben. 25 Prozent aller Unternehmen gehen diese Baustelle an. Der KfW-Bericht sagt hierzu: „Die Reorganisation von Wokflows dürfte dann notwendig sein, wenn der eigene digitale Wandel tief in die bestehenden Prozesse und die Organisation der Unternehmen eingreift. Dies deutet darauf hin, dass die betreffenden Unternehmen häufiger komplexe Digitalisierungsschritte unternehmen. Gerade, wenn es um das Workforce Management geht, ist die Reorganisation bestehender oder die Etablierung komplett neuer Unternehmensprozesse äußerst sinnvoll, um ganzheitlich Potentiale zu heben. 

Nachholbedarf im Produktionsumfeld

Dort ist im Produktionsumfeld allerdings noch Nachholbedarf vorhanden. Das zeigt ein erneuter Blick auf den Digitalisierungsindex 2018. Denn „erst 33 Prozent haben ihre digitalen Geschäftsprozesse von manuellen und von Papier geprägten Abläufen hin zu digitalen, elektronischen Vorgängen umgestellt“. 51 Prozent würden derweil schon an der Umsetzung des digitalen Wandels arbeiten. Eine zweite wichtige Zahl: „Nur 30 Prozent werten ihre Unternehmensdaten umfassend systematisch aus“. 

Digitales Workforce Management optimiert Unternehmensprozesse

Digitales Workforce Management setzt genau hier an. Workflows werden reorganisiert, Geschäftsprozesse digitalisiert und automatisiert und Unternehmensdaten durch umfassende Reportings transparent gemacht. Beim Thema zukunftsfähiges Workforce Management geht es nicht in erster Linie darum, eine Software im Unternehmen zu etablieren. Vielmehr werden Prozesse konsequent auf den Prüfstand gestellt und überarbeitet. Nur so können Produktionsunternehmen im Alltag agiler und langfristig wettbewerbsfähiger werden.

Die Produktionsbranche ist zwar schon auf einem guten Weg, aber dennoch ist noch reichlich Potential vorhanden. ATOSS unterstützt Sie und Ihr Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung nicht nur mit einem innovativen und zukunftsfähigen Workforce Management, sondern auch bei der Optimierung von Prozessen und einem nachhaltigen Change Management. Damit wird eine solide Basis für Arbeitswelten mit Zukunft gelegt. Zum Vorteil von Mitarbeitern und Unternehmen. Interessiert? Dann schauen Sie sich einfach auf unserer Website um oder laden Sie sich unsere Praxisbeispiele für Unternehmen aus dem Mittelstand herunter.

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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