Das wünschen sich junge Fachkräfte von ihrem Arbeitgeber

Ein Generationenwechsel findet statt. Eine ganze Riege an Fachkräften geht langsam, aber sicher in den Ruhestand. Dabei handelt es sich um die sogenannten Babyboomer. Gleichzeitig kommt eine junge Generation an Ingenieuren nach, die in den Arbeitsmarkt einströmen. Unternehmen stehen dabei vor der Herausforderung, die Fachkräftelücke zu schließen und attraktiv für junge Nachwuchskräfte zu werden. Nur so kann dem Fachkräftemangel aktiv entgegengewirkt werden. Doch was wünscht sich die junge Generation von Unternehmen aus der Produktions- und Fertigungsbranche? Dazu hat „get in Engeneering“ eine Studie aufgestellt und potentielle Arbeitnehmer oder Studierende befragt.
 

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Der Standort ist ein wichtiges Kriterium

Man möchte meinen, dass es die jungen Fachkräfte in die Großstädte zieht. Dort, wo die Chancen auf einen guten Job am größten sind. Doch die Studie enthüllt Überraschendes. Denn die Großstadt landet mit 23,1 Prozent lediglich auf dem zweiten Platz und verliert im Vergleich zum Vorjahr sechs Prozentpunkte. Dahingegen holt der ländliche Raum immer mehr auf und landet bei der Standortwahl bereits bei 20 Prozent. Am attraktivsten ist auch wie im letzten Jahr das städtische Umfeld, also genau das Mittelfeld zwischen Metropole und ländlichem Raum mit 56,9 Prozent. Dieses Ergebnis zeigt eindeutig, dass auch Unternehmen, die nicht in Großstädten beheimatet sind, gute Chancen haben, qualifizierte Fachkräfte für ihr Unternehmen zu gewinnen.

Darauf achten junge Fachkräfte bei der Arbeitgeberwahl

Das Wichtigste für Young Professionals bei der Wahl eines Unternehmens ist eine gute fachliche Entwicklungsmöglichkeit mit 55,8 Prozent. Direkt dahinter folgt aber schon die Flexibilität im Umgang mit der Arbeitszeit (48,1 Prozent). Das Thema Work-Life-Balance ist also auch unter Ingenieuren ein wichtiger Punkt, den Unternehmen stets berücksichtigen sollten. Bei den Studierenden ergibt sich ein ähnliches Bild. 57,5 Prozent wollen sich auch im Beruf noch fachlich weiterentwickeln und 50,8 Prozent legen großen Wert auf flexible Arbeitszeiten.

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Wie sieht es in mittelständischen Unternehmen aus?

Wenn wir den Fokus auf den Mittelstand legen, ist die Ausrichtung klar. In der Studie wurde gefragt, für welche Faktoren Mitarbeiter von einem Unternehmen aus dem Mittelstand zu einem Konzern wechseln würden. Die Echtwicklungs- und Karrieremöglichkeiten liegen mit 75,2 Prozent ganz hoch im Kurs, dahinter folgen mehr Gehalt (67,3) und Arbeitsplatzsicherheit (46,7). Setzen mittelständische Unternehmen also genau hier ihren Fokus, werden sie es leichter haben, qualifizierte Fachkräfte zu halten oder zu gewinnen.

Wie können Mittelstandsunternehmen Konzern-Mitarbeiter gewinnen?

Um Fachkräfte aus dem Ingenieurs-Fachbereich für sich zu gewinnen, können Mittelständler durchaus punkten und müssen sich nicht hinter Konzernen verstecken. Denn die Befragten würden vor allem aufgrund einer familiären Arbeitsatmosphäre (59,2 Prozent) wechseln. Die Kriterien mehr Gehalt (55,1 Prozent) und ein durchaus abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld (40,8 Prozent) folgen auf den nächsten Plätzen. Gerade mit einem familiären Arbeitsumfeld hat der Mittelstand einen Pluspunkt, der bei der Fachkräftegewinnung ein großer Vorteil sein kann.

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Was sind die Schlussfolgerungen für Unternehmen?

Die Studienautoren geben dazu ein klares Statement ab: „Die Arbeitsmarktsituation für junge Ingenieure ist gut und es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Marktposition potentieller Bewerber aus dem Ingenieurwesen noch weiter verbessern wird. Genau dieser Entwicklung sind sich die jungen Talente bewusst. Untermauert wird diese Vermutung durch die demografische Situation der Fachkräfte mit Engineering-Hintergrund. Die sogenannte Babyboomer-Generation wird in den kommenden Jahren ihre Berufstätigkeit beenden und in den Ruhestand gehen. Rund 40.000 offene Ingenieur-Stellen pro Jahr werden die Folge sein.“

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, kann die Einführung eines digitales Workforce Management Systems für Produktionsunternehmen durchaus sinnvoll sein. Denn es ermöglicht nicht nur die reibungslose digitale Abbildung aller HR-Prozesse, auch die Umsetzung flexibler Arbeitszeitmodelle ist mit digitalem Workforce Management kein Problem. Da junge Fachkräfte der vorliegenden Studie zufolge besonderen Wert auf die fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten legen, bleibt zu erwähnen, dass auch ein proaktives Weiterbildungsmanagement mit professionellen Systemen einfach abzubilden ist.

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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