Was Workforce Management mit Halloween zu tun hat

Wie jedes Jahr steht Halloween vor der Tür. Viele Kinder warten schon sehnsüchtig darauf, von Tür zu Tür zu pilgern, um so viele Süßigkeiten wie möglich einzuheimsen. Moment mal. So viele Süßigkeiten wie möglich? Gibt es etwa die Chance, den süßen Ertrag zu optimieren? Möglich wäre es vermutlich schon. Lassen Sie uns dazu doch einfach mal ein kleines Gedankenspiel machen. Am Ende werden wir sehen, was dabei rauskommt. Und vor allem, was das Ganze mit Workforce Management zu tun hat. 

Team Zombie gegen Team Skelett

Nehmen wir mal an, wir begleiten eine Gruppe von zehn Süßigkeiten-Jägern. Wir bilden zwei Gruppen mit je fünf Kindern. Sie schließen eine kleine Wette ab: wer mehr Süßigkeiten innerhalb von einer Stunde einsammelt, gewinnt. Dabei haben sich die Gruppen auch gleich zwei dem Tag entsprechende Namen überlegt: Team Zombie gegen Team Skelett. Die Gruppen werden von einem Erwachsenen - je einem Elternteil - unterstützt. Team Zombie setzt auf eine spontane Planung, welche direkt an Halloween vorgenommen wird. Team Skelett dagegen plant einen Tag vorher und trifft sich am „Action-Day“ noch einmal zu einer Vorbesprechung.

Die Vorbereitung

Der Elternteil von Team Zombie gibt den Kindern Bescheid, dass sie sich alle an Halloween um 15.45 Uhr treffen sollen. Um 16 Uhr soll es dann mit dem Sammeln der Süßigkeiten losgehen. Große Pläne? Überflüssig. Das läuft alles spontan.

Bei Team Skelett sieht die Vorbereitung ganz anders aus. Um den effizientesten Weg der Kinder für eine maximale Süßigkeiten-Ausbeute planen zu können, wird alles fein säuberlich notiert. Dabei werden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt: das älteste Kind der Gruppe führt das erste Team an, zu dem noch zwei weitere Kids gehören. Die anderen zwei Kinder werden vom Elternteil angeführt. Außerdem wird ein Ausschnitt des Stadtplans für das entsprechende Sammelgebiet in doppelter Ausführung gedruckt, die geplanten Routen der beiden Teams werden akribisch eingezeichnet. Bei einem kurzen Wetter-Check stellt sich heraus, dass es an Halloween ab 16.45 Uhr regnen soll. Also fix noch die Regenschirme eingepackt! Außerdem wird noch der allgemeine Feierabend der arbeitenden Bevölkerung mit eingerechnet und erst 17.30 als akzeptabel eingestuft. Die finale Vorbesprechung startet an Halloween um 17.15 Uhr. 15 Minuten später soll es dann losgehen.

Der große Tag

Es ist Halloween - die ersten Geister, Hexen und Superhelden tummeln sich auf den Straßen. Wie abgesprochen trifft sich Team Zombie um 15.45 Uhr. Der Betreuer überlegt sich schnell seinen Plan und teilt die Gruppe ebenfalls in 3er-Teams auf. Das erste Team besteht aus dem ältesten Kind der Truppe, dem Elternteil und dem jüngsten Kind. Das zweite Team aus den anderen drei Kindern. Team eins soll sich grob im nördlichen Teil des Gebietes orientieren, das zweite Team im südlichen Teil. Team Zombie legt los.

1 Stunde und 15 Minuten später trifft sich auch Team Skelett. Der Elternteil hat zwei Stadtpläne mit aufgedruckten Laufwegen und Sammelrouten dabei. Dabei bekommt das älteste Kind als Teamleiter von Team eins eine Karte und der Betreuer als Teamleiter von Team zwei die zweite Karte. Bevor es losgeht, bekommt jeder noch einen Regenschirm ausgehändigt. Auch Team Skelett macht sich nun auf die Reise.

Das Ergebnis

Wir überspringen einige Stunden „trick or treat action“. Um 19 Uhr treffen sich beide Teams wieder. Eine Waage soll nun Aufschluss über die Ausbeute der beiden Gruppen geben. Team Zombie beginnt: 3,56 kg. Team Zombie erklärt, dass es zu einigen Komplikationen beim Halloween-Projekt kam:
 

  1. In Team 1 wollte kein Kind das Team führen. In der Folge konnten sich die Mitglieder der Gruppe auf keinen strukturierten, gemeinsamen Weg einigen.
  2. Da die Kinder relativ schnell die Orientierung verloren haben, sind sie teilweise im Kreis oder zu weit aus dem vorher abgesprochen Gebiet gelaufen.
  3. An viele Türen wurde anfangs erfolglos geklopft, denn die meisten Bewohner waren noch auf dem Nachhauseweg von der Arbeit.
  4. Durch den einsetzenden Regen wurde die Suche erschwert. Die Kinder mussten teilweise Pausen einlegen.
     

Nun legt Team Skelett seine Ausbeute auf die Waage. Sie zeigt stolze 7,65 kg an. Mit mehr als doppelt so vielen Süßigkeiten gewinnt Team Skelett also die Wette. Und das, obwohl sie deutlich weniger Zeit gebraucht haben. Auf die Frage wie das machbar war, erklärt die Gruppe ihren Erfolg:
 

  1. Die Gruppenleiter in den beiden Teams haben eine klare Richtung vorgegeben
  2. Die Karte half den Teams bei der Orientierung, um möglichst effizient die Häuser abzulaufen.
  3. In nahezu jedem Haushalt wurde die Tür geöffnet, da die meisten Anwohner bereits von der Arbeit zu Hause waren.
  4. Trotz des Regens wurde die Jagd nach Süßem nicht unterbrochen, da die Gruppe bestens mit Regenschirmen versorgt war.
     

Was lernen wir aus dieser kleinen Geschichte?

Kommen wir aus der Fantasie zurück in die Realität und schlagen die Brücke zum Workforce Management. Ganz klar, die vorausschauende und strategische Planung ist der Schlüssel zum Erfolg. Durch die Einbeziehung verschiedener Faktoren wie Wetter, smartem Timing und Orientierungshilfen konnte Team Skelett die Wette für sich entscheiden. Gleiches lässt sich auf Unternehmen übertragen, die auf Grundlage verschiedenster Faktoren ihre Planung wertschöpfend optimieren können. Wenn auch Sie von solch einer professionellen Planung profitieren wollen, dann schauen Sie doch auf unserer Homepage vorbei.

 

Und jetzt wünscht Ihnen ATOSS noch angenehmes Gruseln. Happy Halloween...

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Branimir Galic

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Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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