Wie der Weihnachtsmann in diesem Jahr noch effizienter Geschenke verteilt

Wir haben bereits im letzten Jahr schon einiges über die Arbeit des Weihnachtsmannes gelernt. Unser Fazit von damals: Jedes Jahr wieder muss er ein organisatorisches Meisterwerk vollbringen, um Kinderaugen auf der ganzen Welt zum Strahlen zu bringen. Nicht nur die Produktion aller Geschenke muss just-in-time erfolgen, vor allem in der Nacht der Bescherung dürfen keine Fehler passieren. Das hat im vergangenen Jahr und auch die Jahre davor gut funktioniert.

Rückblick auf das Jahr 2018

Blicken wir noch einmal zurück. Im zentralen Produktionszentrum am Nordpol startete die Geschenke-Produktion pünktlich zum 1. Januar des Jahres. Bis zum 24. Dezember wurde dort jeden Tag durchgearbeitet. Bei rund zwei Milliarden Kindern auf der Welt – und jedes soll ein Geschenk bekommen - mussten im Schnitt 5.586.592 Geschenke am Tag produziert werden. Eine solch gigantische Stückzahl mit hoher Individualität braucht eine exakte Personalplanung mit detaillierten Bedarfsvorgaben. Sind die Mitarbeiter, die Elfen des Weihnachtsmannes, nicht punktgenau disponiert, kann Chaos entstehen und die erwarteten Stückzahlen werden nicht pünktlich produziert.

Lieferzeiten, die nicht zu schaffen waren

Die nächste Herausforderung war die Lieferung der Geschenke in alle Haushalte auf der ganzen Welt. Die Zahlen aus dem Vorjahr zeigten den Aufwand. Wir hatten errechnet, dass der Weihnachtsmann bei zwei Milliarden Kindern und durchschnittlich 2,5 Kindern pro Haushalt 800 Millionen Haushalte beliefern müsste. Am Weihnachtsabend hatte er, rechnete man die Zeitverschiebung rund um den Globus mit ein, insgesamt 32 Stunden für die Auslieferung. Er hätte, und das schien doch unrealistisch, mit einer Geschwindigkeit von 15.940.625 km/h durch die Lüfte rasen müssen – oder 4.428 Kilometer pro Sekunde.

Bedarfsoptimierte Planung auch für den Weihnachtsmann ein Muss

Das war natürlich nur eine hypothetische Rechnung und fernab der Realität. Da er wusste, dass er dies nicht allein bewältigen konnte, hatte er die Auslieferung auf seine fleißigen Helfer verteilt. Wir nahmen an, dass er eine Million Elfen für die Geschenkelieferung abstellen würde. Somit belieferte jede Elfe am Weihnachtsabend 800 Haushalte. Das klang machbar, aber dennoch herausfordernd. Doch wie auch die Jahre zuvor hatte alles dank vollautomatisierter und bedarfsorientierter Personalplanung gut funktioniert. Trotzdem sah der Weihnachtsmann nach getaner Bescherung noch Optimierungspotential, dass er in diesem Jahr ausschöpfen wollte.

Der Weihnachtsmann überrascht mit Expansionsplänen

Statt eines zentralen Produktions- und Logistikstandortes am Nordpol hat er sich dazu entschlossen, beide Geschäftsbereiche global auszulagern. Und da er keine halben Sachen macht, eröffnet er kurzerhand in jedem Land auf der Welt eine Produktionsstätte mit angehängtem Logistikzentrum. Dadurch gestaltet sich die Produktion standortspezifischer und auch die Lieferung der Geschenke gewinnt an Effizienz. Die Wegstrecken vom Nordpol zu jeder einzelnen Lieferadresse sind nun deutlich kürzer. Und damit die Personalprozesse seiner vielen Elfen weiter auf den Punkt gemanagt werden können, steigt er auf Workforce Management aus der Cloud um. So kann jede Niederlassung gezielt gesteuert werden, aber dennoch laufen alle Daten in einem System zusammen.

194 Standorte weltweit für ein optimiertes Weihnachtsfest

Statt im Schnitt an einem Produktionsstandort 5.586.592 Geschenke täglich zu produzieren, verteilt sich die Fertigungsmenge an den 194 Standorten auf 28.796 Geschenke pro Tag. Das macht die Planung einfacher, da sich die Stückzahl deutlich reduziert. So kann standortspezifisch noch bedarfsorientierter geplant und produziert werden. Und auch die Lieferung wird durch die global verteilten Standorte optimiert. Zwar muss jede der auf der ganzen Welt verteilten Elfen noch immer 800 Haushalte am Weihnachtsabend beliefern, doch durch die Dezentralisierung der Logistiklager haben sich die Wegstrecken drastisch reduziert. An jedem Standort sind nun 5.154 Elfen im Einsatz, um regional fokussiert durchschnittlich 4.123.711 Haushalte zu beliefern. Dadurch steigt die Garantie, dass alle Weihnachtsgeschenke pünktlich ankommen. Über Schnittstellen in der Planungssoftware werden die Entfernungen zu jedem Lieferort eingespielt. Daraufhin ermittelt das System, von welchem Standort aus die Überbringung der Geschenke am schnellsten ist. So geht X-mas just-in-time!

Problemlose Abbildung aller Arbeitszeitgesetze

Eine weitere Herausforderung: Da nun in jedem Land der Welt eine Niederlassung des Weihnachtsmannes vorhanden ist, müssen entsprechende landesspezifische Arbeitszeitgesetze beachtet werden. Da der Weihnachtsmann auf ganzheitliches Workforce Management setzt, ist das jedoch kein Problem. Denn alle Gesetze und Regularien sind automatisch in der Software hinterlegt und werden im Standard berücksichtigt. Das macht die Planung und die Bewertung der Arbeitszeiten seiner Elfen um einiges einfacher und weniger fehleranfällig.

Nach diesen vielen Optimierungen sind wir einmal mehr gespannt, ob alle Geschenke pünktlich unter den Weihnachtsbäumen liegen. Trotz all der Zahlenspiele, die natürlich am Ende lediglich unserer Fantasie entspringen, bleibt der Grundgedanke des Weihnachtsfests. Dass jeder Mann, jede Frau und jedes Kind überall auf der Welt im Kreise seiner Liebsten eine wundervolle Zeit der Ruhe, des Friedens und der Besinnlichkeit genießen kann.

In diesem Sinne wünscht auch ATOSS Ihnen eine frohe und entspannte Weihnachtszeit.

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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