Warum eine Evolution von HR ohne die nötige Technologie nicht möglich ist

Die #NextHR-Offensive geht in die nächste Runde. Der Fokus diesmal liegt auf der Relevanz von Technologie und HR. Startschuss war dieses Interview von Dr. Winfried Felser mit Joachim Skura, Thought Leader bei Oracle, der bereits bei #NextChampions einen Ausblick auf Connected HR im Kosmos der Connected Business gegeben hat. Unser Beitrag ist Teil der gleichzeitig gestarteten Blogparade zu #NextHR / #NextHRTec. Denn auch digitales Workforce Management trägt effizient dazu bei, Organisationen zu flexibilisieren und bestehende Organisationsstrukturen in einen Evolutionsprozess zu begleiten. Und das trotz des EuGH-Urteils zur verpflichtenden Arbeitszeiterfassung für Unternehmen in der gesamten EU. Damit zukunftsfähige Arbeitswelten kein philosophisches Denkkonstrukt bleiben, sondern tagtäglich gelebte Realität werden.
 

Unternehmen brauchen Wettbewerbsvorteile

Doch kommen wir noch einmal auf das Interview mit Joachim Skura zurück. Dort werden einige Gedanken angesprochen, die nicht unerwähnt bleiben sollten, da sie eine immense Aussagekraft haben. „Unternehmen müssen sich einen schwer imitierbaren Wettbewerbsvorteil schaffen. Es gilt, langfristig den Unternehmenserfolg zu sichern. Dazu müssen wir das Potenzial unserer Leute sich entfalten lassen“, sagt Skura. Auf die Frage, ob Connected-HR die HR-Abteilungen innerhalb der Transformation bedroht, betont er klar: „Keineswegs - HR wird nur viel besser organisiert. Linie und HR-Funktion verzahnen sich. Zur Administration von Urlaubstagen oder der Beantwortung von FAQs brauche ich keine HRler, oder? Für die Frage, wie ich eine Vollzeitstelle zwischen zwei Teilzeit erwerbstätigen Frauen oder Männern aufteile schon.“

Human Resources muss wertschöpfend arbeiten können

Was heißt das nun? Im Zuge von #NextHR muss HR tatsächlich humaner werden, so wie es im Namen schon vorgegeben ist. Statt unnötige, zeitfressende und repetitive Aufgaben zu erfüllen, geht es darum, dass sich Human Resources wertschöpfend mit den Menschen im Unternehmen beschäftigen kann. Und dabei unterstützt ein zukunftsfähiges Workforce Management Unternehmen. Egal in welcher Branche das Unternehmen agiert und unabhängig davon, welche Größe es hat. Mehrwerte durch das Neudenken von HR können überall geschaffen werden. 

Dafür müssen unternehmensspezifische Prozesse analysiert, kritisch überdacht und reformiert werden. Und gerade im Mittelstand, unserem wirtschaftlichen Grundpfeiler, liegen enorme Potentiale für #NextHR und vor allem für technologische Unterstützung, um HR umzukrempeln. Nehmen wir allein den Administrationsaufwand, den Personalabteilungen heute bewältigen müssen. HR steht dabei oft vor der Herausforderung, dass zeitwirtschaftliche Routinevorgänge extrem zeitaufwändig sind und einen Großteil der Arbeitszeit einnehmen. Egal, ob Auskunftswünsche über Saldenstände, Anträge für vergessene Buchungen oder die Verwaltung von Urlaubsanträgen. Hier wird wertvolle Zeit, die für Kernaufgabenbenötigt würde, schlicht und einfach verschwendet. Denn es geht auch deutlich einfacher.

Statt unnötige, zeitfressende und repetitive Aufgaben zu erfüllen, geht es darum, dass Human Resources wertschöpfend arbeiten kann.

ATOSS Checkliste Arbeitszeiterfassung

Wir haben für Sie kurz und knapp zusammengestellt, worauf es nach dem EuGH-Urteil bei einer modernen und effizienten Arbeitszeiterfassung ankommt. Hier geht es zur Checkliste.

Digitales Workforce Management als Treiber für #NextHR

Nehmen wir digitales Arbeitszeitmanagement und Self Services als Beispiele. Die Zeit von klassischen Stempeluhren und Stundenzetteln und damit auch der manuelle Übertrag erfasster Zeiten ist vorbei. Lassen Sie das System für Sie arbeiten und schaffen Sie kreative und produktive Freiräume für Ihre HR-Mitarbeiter. Zudem wird die gesamte Belegschaft über Self Services mit den notwendigen Daten rund um die Arbeitszeit versorgt. Genehmigungsprozesse werden vollständig digitalisiert, die nötigen Informationen fließen automatisch in die Zeitwirtschaft – lohnrelevante Daten sind somit immer auf dem aktuellsten Stand. Das schafft nicht nur mehr Raum für eine Neuausrichtung von HR, sondern gibt gleichzeitig den Mitarbeitern mehr Transparenz und Eigenverantwortung.
 

  • Lesetipp: Alles zu intuitiven Self Services finden Sie HIER.


Die Lösungen sind vorhanden, doch fehlt es oftmals noch an der Power, sie auch umzusetzen. Dabei sind wir doch tatsächlich schon in einer Connected World angekommen. Im Privaten nutzen wir diese Dienste, Angebote aus der Cloud beispielsweise sind kaum noch wegzudenken. Dennoch ist die Schwelle für Unternehmen oft noch zu hoch, um auf diesen Zug aufzusteigen. Joachim Skura findet dafür die passenden Worte: „Vielleicht sollten wir aufhören, über digitalen Aufbruch und Disruption zu philosophieren und einfach mal digital machen. Wir sollten uns eingestehen, was wir nicht wissen und uns dann auf den Hosenboden setzen und lernen. Wir haben heute so viele tolle Möglichkeiten, die wir nur noch konstruktiv einsetzen müssen.“

 

#NextHR ist für uns nicht nur ein Thema, sondern vor allem eine Herzensangelegenheit. Denn jedes Unternehmen sollte von den Vorteilen der digitalen Transformation rund um Personalprozesse profitieren und an Produktivität gewinnen. Am Ende ist es eine Win-Win-Situation für Mitarbeiter und Unternehmen. Also starten Sie genau heute mit dem Neudenken, dann ist der erste Schritt in eine zukunftsfähige Arbeitswelt bereits getan.

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Checkliste Mitarbeiterintegration

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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