EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung

Das EuGH-Urteil zur verpflichtenden Zeiterfassung ist eine Chance für Unternehmen

Eine rechtskonforme und transparente Zeiterfassung wird nach dem Urteil des EuGH zur Arbeitszeiterfassung für Unternehmen aller Größenordnungen immer wichtiger. Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), Zeiterfassung als verpflichtend anzusehen, macht es unabdingbar, sich mit diesem Thema zu befassen. Egal ob in der Produktion, im Handel, im Pflege- und Gesundheitswesen, in der Logistik oder in anderen Branchen. Was bedeutet das Urteil des EuGH zur Arbeitszeiterfassung? Und wie können sich Unternehmen auf die kommende Pflicht zur Zeiterfassung, auf die kommenden Vorgaben für alle Mitarbeiter vorbereiten? 

Stärkung der Rechte der Arbeitnehmer durch Arbeitszeiterfassung

Das EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung soll die Rechte der Arbeitnehmer in EU-Staaten zum Gesundheitsschutz stärken. Denn Arbeitnehmer haben generell das Recht auf eine tägliche Maximalarbeitszeit, sowie eine wöchentliche Ruhezeit. Nehmen wir die gesetzliche Ruhezeit, die von elf Stunden zwischen Arbeitsende und Arbeitsanfang am Folgetag ausgeht. Jedoch gilt hier: Nur, wenn die täglichen Arbeitszeiten der Mitarbeiter systematisch und effizient erfasst werden, ist die Bezifferung von eventueller Mehrarbeit oder Zeitverletzungen möglich. Ein Beispiel für Deutschland aus dem Jahr 2018: Zwei Milliarden geleistete Überstunden, die Hälfte davon unbezahlt.

EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung für alle Unternehmen

Alle Arbeitgeber, alle Unternehmen werden von der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung betroffen sein. So sagt es das Urteil des EuGH. Und dabei ist die Größe des Unternehmens nicht von Bedeutung. Das kommende Gesetz wird für alle gelten - vom Kleinstbetrieb bis zum großen Konzern. In vielen Betrieben, vor allem in der Produktion, ist die Arbeitszeiterfassung bereits etabliert. Allerdings: Aufgrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes haben die Richter allen Staaten der EU aufgetragen, nationale Regelungen rund um eine systematische Arbeitszeiterfassung zu schaffen. Auch Sonderregelungen je nach Tätigkeitsbereich oder Unternehmensgröße sind nach dem EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung möglich und obliegen der nationalen Gesetzgebung.

 

Checkliste Arbeitszeiterfassung EuGH (pdf, 528 KB)

Checkliste: Gesetzeskonforme und effektive Arbeitszeiterfassung

Wir haben für Sie kurz und knapp zusammengestellt, worauf es nach dem EuGH-Urteil bei einer modernen und effizienten Arbeitszeiterfassung ankommt. Jetzt kostenlos herunterladen.

Checkliste Arbeitszeiterfassung EuGH (pdf, 528 KB)

Ab wann gilt die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung nach dem EuGH-Urteil?

Auch wenn das Urteil des EuGH zur täglichen Arbeitszeiterfassung im Mai gefällt wurde, so muss jeder Staat der EU eigene Regelungen und/oder Gesetze hinsichtlich der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung schaffen. Wie schnell das geht, das bleibt am Ende jedem Land selbst überlassen. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat in den ARD-Tagesthemen jedoch schnell klargemacht, dass die deutsche Regierung nach dem Urteil des EuGH zur Arbeitszeiterfassung so schnell wie möglich handeln will. „Das ist eine richtige Entscheidung für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland und Europa. Wir werden das Gesetz umsetzen und wir wollen es modern umsetzen, das werden wir mit Verbänden und Gewerkschaften besprechen. Wir haben über eine Milliarde unbezahlte Überstunden, das ist nicht akzeptabel. Es geht nicht um überflüssige Bürokratie, sondern um soziale Grundrechte von Beschäftigten. Bis Ende des Jahres wollen wir das klären und das bedeutet auch eine Gesetzgebung.“

EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung ist eine Chance für Unternehmen

Das EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung verpflichtet im Moment noch niemanden. Doch nach dem Urteil ist klar, dass der deutsche Gesetzgeber hier handeln wird. Wie das im Detail aussieht, bleibt abzuwarten. Doch haben Unternehmen jetzt nach dem EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung die Chance, sich zeitnah mit den neuen Vorgaben auseinanderzusetzen und die eigenen Unternehmensprozesse auf den Prüfstand zu stellen. Denn wird die Zeiterfassung in ein modernes und zukunftsfähiges Workforce Management integriert, können trotz Pflicht zur Arbeitszeiterfassung nach dem EuGH-Urteil schlummernde Potentiale in jedem Unternehmen gehoben werden – sowohl operativ als auch strategisch. Und die Angst, das EuGH-Urteil zur täglichen Arbeitszeiterfassung sei das Ende von Flexibilität und innovativen Arbeitszeitmodellen, ist unbegründet. Beides kann auch oder gerade mit einer Zeiterfassung erreicht werden. Das zeigen die Erfolgsgeschichten unserer Kunden. Mit der altbekannten Stechuhr hat die Arbeitszeiterfassung nach EuGH nichts zu tun.

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