Betriebliche Anforderungen und Mitarbeiterinteressen unter einen Hut bringen

Wie viele Menschen kennen Sie, die Ihnen die Frage „Und, wie schauen deine Arbeitszeiten aus?“ folgendermaßen beantworten: Nine-to-five. Klassische, starre Arbeitszeitmodelle werden immer seltener. Stattdessen erhalten flexible Arbeitszeiten für Unternehmen und auch für Mitarbeiter eine immer größere Bedeutung. Branchenübergreifend muss schnell und effizient gewirtschaftet werden. Mitarbeiter wollen aber ebenso Beruf und Privatleben bestmöglich vereinbaren. Es braucht also agile Personalprozesse und mehr Flexibilität rund um die Arbeitszeit. Das bestätigt auch der HR-Report 2018 des Personaldienstleisters Hays, der die Flexibilisierung von Arbeitsstrukturen neben der Mitarbeiterbindung als die größte Herausforderung für Unternehmen sieht.

Manuelle Planung erhöht den Aufwand

Warum werden in vielen Unternehmen noch veralte Modelle und starre Planungstools benutzt, die wenig Spielraum zulassen? Die Hauptursache: viele Linien- und Personalmanager schrecken vor der zunehmenden Komplexität der Planung zurück. Denn: Je flexibler die Arbeitszeitmodelle, desto komplexer ist die Planung. Kein Planungsverantwortlicher ist in der Lage, vollständig manuell oder mit Tabellenkalkulation die Personaleinsatzplanung an den Bedarf anzupassen, gleichzeitig für die Einhaltung von gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Vorschriften zu sorgen und zusätzlich eine faire Planung zu gewährleisten. Zudem verursacht eine flexible Einsatzplanung bei manueller Bearbeitung einen enormen administrativen Aufwand in der Verwaltung und Bewertung von Arbeitszeiten.

Je flexibler die Arbeitszeitmodelle, desto komplexer ist die Planung.

Arbeitszeitflexibilisierung: die Methoden auf einem Blick

Die Erfahrung aus vielen Projekten hat gezeigt, dass unterschiedliche Lösungsansätze zur Flexibilisierung miteinander kombiniert werden können. Diese sind beispielsweise:

  • Flexible Schichtmodelle
  • Jahresarbeitszeitkonten
  • Lebensarbeitszeitkonten
  • Gleitzeit
  • Teilzeitverträge
  • Reorganisation der Personalstruktur
  • Schaffung von Arbeitszeitkorridoren

Mehr Produktivität und Servicequalität

Sind effektive Flexibilisierungsmaßnahmen geschaffen, können Unternehmen frühzeitiger, schneller und effizienter auf Auftragsspitzen oder Personalausfälle reagieren. Die Kosten werden optimiert und die Produktion oder der Betrieb zu jeder Zeit sichergestellt. Produktionsunternehmen sind in der Lage, schwankende Auftragslagen auszugleichen, Logistikunternehmen halten ihre Lieferversprechen ein, Handelsunternehmen wahren den Servicelevel und die Abschöpfungsquote und im Gesundheitswesen ist die optimale Versorgung der Patienten gewährleistet. Arbeitszeitflexibilisierung optimiert branchenüberreifend entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Nutzenpotenziale durch Arbeitszeitflexibilisierung

Die Erfahrung aus bisherigen Projekten zeigt: Bei einem mittelständischen Unternehmen mit circa 300 Beschäftigten konnten nach der Einführung individueller Schichtmodelle Einsparpotenziale von bis zu 800.000 Euro pro Jahr realisiert werden.

Eines ist jedenfalls sicher: Das klassische Nine-to-Five hat ausgedient! Sind Sie bereit für mehr Flexibilität in Ihrem Unternehmen? Dann schauen Sie sich auf unserer Homepage atoss.com zum Thema Arbeitszeitmanagement und machen Sie den Potenzialcheck!

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Checkliste Arbeitszeitflexibilisierung

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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