Bertelsmann-Studie: So verändert Corona die Arbeitswelt

Als Reaktion auf unseren Artikel zur Digitalisierung in deutschen Unternehmen, dem eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zugrunde lag, betrachten wir nun eine aktuelle Erhebung der Bertelsmann-Stiftung aus dem Juli 2020. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeitswelt. Folgende Fragestellungen wollen wir betrachten:
 

Welche Branchen werden als Gewinner oder Verlierer aus der Krise hervorgehen?

Wie verändert die Corona-Pandemie die eigene Organisation?

Welche Trends werden nach der Corona Krise noch Bestand haben?


Diese Sonderstudie erschien parallel zu der im Juni 2020 zusammen mit dem MÜNCHNER KREIS e.V. veröffentlichten Zukunftsstudie Leben, Arbeit, Bildung 2035. Insgesamt 211 ExpertInnen für Digitalisierung, Technologie und Künstliche Intelligenz wurden zu den Auswirkungen der Pandemie befragt. Gehen wir direkt zu den bereits vorgestellten Fragen.

Welche Branchen werden als Gewinner oder Verlierer aus der Krise hervorgehen?

Die klaren Gewinner sind laut den Befragten drei Branchen. IT & Telekommunikation, Gesundheit und die Chemie/Pharmabranche. Aber auch der Bildungssektor gehört auf dem vierten Platz noch zu den potentiellen Gewinnern. Auf den hinteren Plätzen wiederum liegen jene Branchen, die hart mit der Krise zu kämpfen hatten und auch noch immer haben.

Die Luftfahrt wird dabei als deutlicher Verlierer genannt. Dahinter die Gastronomie und die Automobilbranche. Doch auch der Tourismus ist abgeschlagen. Die Ergebnisse spiegeln den realistischen Blick auf die aktuelle Wirtschaftslage wider. Denn es ist noch immer nicht absehbar, wie sich die Lage für viele Unternehmen aus jenen Branchen entwickeln wird.

Wie verändert die Corona-Pandemie die eigene Organisation?

Zunächst einmal eine erstaunliche Zahl. 92 Prozent der Befragten glauben, dass die Corona-Krise zu einer Beschleunigung der digitalen Transformation führen wird. Heruntergebrochen auf einzelne Aspekte werden, so ergibt die Umfrage, Konferenztools weiterhin ein integraler Bestandteil der täglichen Arbeit sein. Ebenso steht die räumliche und zeitliche Flexibilisierung des Arbeitslebens im Vordergrund.

Der Gesamtblick zeigt, dass die Arbeitswelt wegrückt von der Präsenzkultur im Office hin zu einer flexiblen Arbeitszeitgestaltung unabhängig von Ort und Zeit. Innerhalb der eigenen Organisation gaben viele der Befragten an, dass die größte Änderung (79 Prozent) vor allem bei der internen Kommunikation durch digitale Tools zu spüren war. Doch auch der Umgang untereinander und eine neue Art der Kommunikation mit Kunden (digital, Social Media) wurden als große Veränderungsmaßnahmen angegeben.

Welche Trends werden auch nach der Corona-Krise noch Bestand haben?

Die Digitalisierung steht hier ganz klar im Fokus. Sowohl ein vermehrtes Angebot digitaler Services  als auch der Ausbau der digitalen Kundenkommunikation sehen die Befragten als Hot Topics, die nach der Corona-Pandemie bleiben. Dahinter folgt direkt die Auflösung der Präsenzkultur in Büros. Virtual Conferencing und Home Office sehen die meisten Befragten als die größten Trends, die einen großen Einfluss auf die zukünftige Arbeitszeitgestaltung haben.

Dementsprechend steht die Digitalisierung von Organisation und Kommunikation mit einer begleitenden Flexibilisierung der Arbeitswelt ganz oben auf der Agenda. 

Workforce Management als Steuerungselement für Flexibilität

Um diesen Trends folgen zu können, braucht es entsprechende Steuerungselemente. Digitales Workforce Management schafft die Voraussetzung für eine zukunftsfähige Arbeitszeitgestaltung. Ob Arbeitszeitflexibilisierung, Mitarbeiterintegration, Compliance, bedarfsoptimierter Personaleinsatz oder rechtskonforme Umsetzung des EuGH-Urteils zur verpflichtenden Zeiterfassung – Workforce Management wirkt auf vielen Ebenen.

Wie? Das erfahren Sie auf unserer Webseite.

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Über den Autor

Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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