Was ist User Experience? Und Warum ist Sie So Wichtig?

Einen Text zur User Experience mit einem Zitat von Albert Einstein zu beginnen, kann nie verkehrt sein. Der Nobelpreisträger sagte einst einen Satz, der das Thema dieses Beitrages perfekt widerspiegelt. „Wenn ich eine Stunde Zeit hätte, um ein Problem zu lösen, und mein Leben hing von der Lösung ab, würde ich die ersten 55 Minuten damit verbringen, die richtige Frage zu stellen, denn sobald ich die richtige Frage kenne, könnte ich das Problem in weniger als fünf Minuten lösen.”

Betrachten wir nun die Themen Usability und User Experience, hat Einstein den Nagel, wie man so schön sagt, auf den Kopf getroffen. Um ein perfektes Nutzererlebnis zu generieren, macht es keinen Sinn, beim Produkt anzufangen. Stattdessen müssen vorher die entscheidenden Fragen gestellt werden, die am Ende für eine perfekte Mischung von Usability und User Experience sorgen. Genau das machen wir bei ATOSS. Und zwar in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wie, das erfahren Sie gleich.

Was ist User Experience?

Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, sollten wir die Begriffe Usability und User Experience mittels kurzer Definitionen einmal näher beleuchten.
 

  1. Usability: Der Benutzer einer Software sollte so intuitiv wie möglich mit ihr arbeiten können. Nehmen wir die englische Begrifflichkeit her, so sehen wir, dass es sich um die Brauchbarkeit, um die Benutzbarkeit eines Produktes handelt. Stellen Sie sich vor, Sie stehen in einem Elektrofachhändler vor 100 Wasch- oder Spülmaschinen. Sie würden doch mit Sicherheit diejenige bevorzugen, den Sie auf Anhieb und ohne Erklärung bedienen können, oder?
     
  2. User Experience: Neben der Bedienbarkeit einer Software geht es natürlich auch um die Nutzererfahrung. Gefällt mir das, was ich bediene? Macht mir die Bedienung vielleicht sogar Spaß? Wie “erlebe“ ich das Produkt? Sie wollen erneut ein Beispiel? In Chicago betreibt der Dreisternekoch Grant Achatz ein Restaurant, in dem es primär nicht um das Essen geht, sondern um das Erlebnis. Ein Menü hat 25 Gänge und dauert rund vier Stunden – jeder Gang ist nur ein kleines Häppchen. Der Clou: die Menükarte bekommt der Gast erst am Ende, er weiß also vorher überhaupt nicht, was er da isst. Mal ganz ehrlich: In ein solches Restaurant geht man nicht, weil man Hunger hat, sondern weil Essen und Genuss zelebriert werden. Maximale User Experience eben…
     

Ein wichtiger Faktor ist der Kunde

Wenn es bei ATOSS darum geht, Softwareprodukte zu entwickeln, dann wollen wir sicherstellen, dass der Benutzer so intuitiv wie möglich mit unserer Software arbeiten kann und dass unsere Software dabei noch positive Emotionen erzeugt. Unser Ziel: Der Einklang von Usability und User Experience. Um das zu erreichen, beziehen wir unsere Kunden, vor allem die tatsächlichen Nutzer, von Anfang an in die Produktentwicklung ein.

Durch Onlineumfragen sowie persönliche Gespräche vor Ort versuchen wir, die Bedürfnisse und Probleme unserer Nutzer zu verstehen. Wir gehen dabei auf ihre Arbeitsprozesse und auf die detaillierte Interaktion mit unserer Software ein. Wann immer möglich, versuchen wir Nutzer bei der Arbeit mit unseren Produkten zu beobachten. Ziel ist es dabei, bestehende Probleme zu identifizieren und auszuräumen sowie neue Funktionen genauso zu entwickeln, wie sie tatsächlich gebraucht werden.

User Experience als wichtiges Kriterium

 „Sie müssen mit der Kundenerfahrung beginnen und rückwärts zur Technologie arbeiten.“ Genau das, was Steve Jobs in diesem Zitat einst sagte, versuchen wir im Produktmanagement zu erreichen. Für viele Unternehmen ist User Experience mittlerweile ein wesentliches Kriterium, wonach sie Software beurteilen. Die Erwartungshaltung wird weiter steigen, nicht zuletzt durch die längst alltäglich gewordenen digitalen Begleiter.

BUSINESS SOFTWARE MUSS EINEN WOW-EFFEKT HABEN

Früher hat man, wenn man mit einem System nicht zurechtkam, an sich gezweifelt und zur Bedienungsanleitung gegriffen. Jetzt heißt es „das Produkt ist zu dumm“. Die Empathie für den Menschen, seine Probleme und seine Weltsicht müssen in die Produktentwicklung einfließen. Denn “effizient“ und „lösungsorientiert“ reichen als Eigenschaften für ein Produkt nicht mehr aus. Dass ein Auto heute einfach nur „fährt“ ist meist nicht genug. Es soll auch noch allerhand Features mitbringen, wie Assistenzsysteme, Sprach- oder Gestensteuerung oder autonomes Fahren. Einerseits erhöht das die Usability, andererseits kommt hier User Experience hinzu. Denn Autofahren ist für viele nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sondern Erlebnis pur. Und auch Business Software soll natürlich immer wieder mit einem „Wow“ überraschen. Systeme sollen proaktiv und smart sein.

Die Empathie für den Menschen, seine Probleme und seine Weltsicht müssen in die Entwicklung einfließen.

Wie User Experience in der Praxis funktioniert

Eine große Herausforderung ist die Komplexität der Anforderungen an unseren Markt und an unser Produkt. Denn Workforce Management ist ein breites Thema – Arbeitszeiterfassung, Einsatzplanung, Bedarfsermittlung gehören dazu, um nur ein paar wenige Aspekte zu nennen. Software und Services aus dem Alltag, beispielsweise eine Website zur Flugbuchung, hat im Vergleich dazu relativ leichte Anforderungen.

Viele Dienste und Produkte, die man täglich verwendet, werden einmal installiert. Alternativ erstellen Sie sich einen Account und können danach loslegen. Auch wir entwickeln Standardsoftware – ein Produkt, das sich für jede Branche und Firmengröße eignet. Die Anforderungen unserer mehr als 6.500 Kunden unterscheiden sich allerdings massiv. Wir lösen das Problem durch eine hohe Flexibilität in der Konfiguration. Kein Kunde nutzt das Produkt genauso wie der andere, bei jedem sieht die Lösung im Detail etwas anders aus. Aber immer im Standard. Folglich muss bei jedem neuen Element in der Software die volle Flexibilität mitbedacht werden.

Aus User Experience Sicht ist es optimal, dass die Anwendung am Ende perfekt auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten ist. Um das zu erreichen, enden Usability und User Experience bei uns nicht, wenn das Produkt entwickelt ist. Der perfekte Zuschnitt auf Kundenbedürfnisse und Prozesse durch unsere Berater ist ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots.

Unser neues Staff Center als perfektes Beispiel

Ein weiterer, wichtiger Punkt ist die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung unserer bestehenden Produkte. Das beinhaltet natürlich neue Funktionalität, aber auch die Überarbeitung und Verbesserung von bestehenden Funktionen und der daran geknüpften User Experience. Denn die Anforderungen des Marktes sind in einem stetigen Wandel. Zusätzlich verändern sich die Erwartungshaltung an digitale Systeme und natürlich auch der Designgeschmack. Neben der Weiterentwicklung ist eines der spannendsten Projekte unser neues Staff Center, das als Modul unserer Enterprise Lösung vor kurzem auf den Markt kam.  

Und auch in Zukunft werden wir unsere Produkte genau dahingehend weiterentwickeln. Mit Fokus auf maximaler Usability und User Experience. Um mit Albert Einstein auch zu schließen: Unser Ziel ist es, immer die richtigen Fragen zu stellen, um die passende Lösung zu finden. Denn dann macht Workforce Management noch mehr Spaß.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen: 

  • Vor der Produktentwicklung müssen die richtigen Fragen gestellt werden
  • Usability beschreibt die möglichst einfache Bedienung einer Anwendung
  • User Experience beschreibt die Nutzererfahrung und soll Emotionen erzeugen
  • Effizienz und Lösungsorientierung reichen für Software nicht mehr, es braucht einen "Wow-Effekt"
  • ATOSS Lösungen sind perfekt auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnitten
  • Wir entwickeln unsere Produkte mit Fokus auf maximaler Usability und User Experience weiter

 

 

Sie sind an unseren intuitiven Lösungen interessiert? Dann schauen Sie sich auf unserer Website um oder kontaktieren Sie uns. Wir beantworten Ihre Fragen gerne.

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Über die Autoren

Doris Hausen

Trotz ihres Doktortitels schreibt sie keine Rezepte, sondern sorgt als Senior Product Manager User Interface Design für die ganz besonderen Nutzererlebnisse. Ihr Ziel: Eine Software, die so einfach wie möglich bedienbar ist und dabei Emotionen erzeugt.

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Dominik Laska

Er jongliert gern mit Worten, bei Phrasen und Floskeln bekommt er Zahnschmerzen. Der gelernte Journalist hat sein Handwerk sowohl im Print als auch Online gelernt. Der gebürtige Berliner schreibt für den ATOSS Work Blog über alle Themen moderner Arbeitswelten.

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